Welche Formalitäten sind bei der Einreise zu beachten?
Für die Einreise nach Kenia benötigen Sie ein Visum. Hierfür ist es erforderlich, dass Ihr Reisepass noch mindestens sechs Monate gültig ist. Zur Zeit betragen die Kosten für das Visa USD 50 (40 EUR). Sie können das Visum bei Einreise nach Kenia direkt am Flughafen in Nairobi oder Mombasa beantragen. Alternativ dazu können Sie das Visum auch bereits vor Ihrer Abreise in Europa bei der zuständigen Botschaft beantragen. Da in Kenia z.Zt. diskutiert wird, ob die Gebühr für das Visum abgeschafft oder reduziert werden soll, empfehle ich die Beantragung bei der Einreise, da Sie so unter Umständen USD 50 einsparen können.

Welche Impfungen benötige ich für eine Reise nach Kenia?
Diese Frage wird mir am häufigsten gestellt und bedauerlicherweise sind einige Interessenten mit meiner Antwort unzufrieden. Bitte haben Sie dafür Verständnis, das ein Reisebüro/-veranstalter nur eine pauschale Impfempfehlung geben kann. Für eine detaillierte Impfberatung oder gar die Empfehlung eines bestimmten Impfpräparats fehlt mir die Kompetenz, die nur bei spezialisierten Medizinern vorhanden ist. Doch nun zurück zur Frage: Für Reisende aus Europa sind bei der Einreise nach Kenia derzeit keine Impfungen zwingend vorgeschrieben. Auf jeden Fall sollte bei einer Reise nach Ostafrika aber der auch in Europa obligatorische Impfschutz vorhanden sein. Hierzu zählen insbesondere: Polio, Tetanus und Diphterie. Ein Impfschutz gegen Hepatitis A und B, Gelbfieber, Typhus, Tollwut und auch Meningokokken-Meningitis ist auch bei Reisen nach Kenia angebracht. Beim Aufenthalt an Kenias Küste ist auch eine Malaria-Prophilaxe obligatorisch.

Welches ist die beste Reisezeit für einen Urlaub in Kenia?
Kenia kann man generell das ganze Jahr über bereisen. Ausgeprägte Jahreszeiten wie Frühling, Sommer, Herbst oder Winter sind in Kenia unbekannt. Die allgemeine Temperaturentwicklung in Ostafrika ist der in Europa genau entgegengesetzt. Während in Europa im Sommer 2003 viele Menschen unter der Hitze zu leiden hatten, fielen die Temperaturen in Kenia mit zirka 25 Grad recht moderat aus. Die höchsten Temperaturen werden in Ostafrika erreicht, wenn man von November bis März in Nordeuropa so richtig friert. Vielmehr prägen die Trocken- und Regenzeiten das Wettergeschehen in Kenia. Die kurze Regenzeit ist im November und zieht sich teilweise in den Dezember hinein. Die grosse Regenzeit beginnt häufig schon Ende März und dauert bis Ende Mai. Aber nicht nur in Europa kann man Wetterkapriolen beobachten. In Deutschland bescherte uns der Sommer 2002 Flutkatastrophen und der Sommer 2003 war von einer Dürre gekennzeichnet. Auch in Kenia kann man beobachten, dass Regenzeiten sich verkürzen oder verschieben. Regenzeit heisst übrigens nicht, dass es den ganzen Tag Bindfäden regnet, sondern meistens gibt es morgens und am späten Nachmittag kräftige Wolkenbrüche - zwischendurch scheint aber immer die Sonne. Taucher sollten die Küste in den Monaten November bis April besuchen. Zwischen Mai und August ist die See ziemlich aufgewühlt und die Sicht unter Wasser entsprechend. Die Besteigung des Kilimanjaro oder des Mount Kenya ist während der grossen Regenzeit ziemlich anstrengend, da die Wege bei entsprechenden Regenfällen ziemlich schlammig sind.

Lohnt es sich eine Safari während der Regenzeit zu unternehmen?
Eine Safari während der Regenzeit fällt nicht “ins Wasser”. Vielmehr präsentiert sich Kenia während der Regenzeit von seiner schönsten Seite. Bedingt durch die Feuchtigkeit scheint die Vegetation förmlich zu explodieren und alle Landschaften - selbst die Halbwüsten im Norden - präsentieren sich im leuchtenden Grün. Sie müssen sich darauf einstellen, dass die Tiere sich nicht so konzentriert in der Nähe von Wasserstellen aufhalten und bedingt durch das hohe Gras schwerer auszumachen sind. Dafür werden Sie mit moderaten Temperaturen und aussergewöhnlich klaren Ausblicken entschädigt. Kenner bevorzugen die Regenzeiten für Safaris in die Wüsten und Halbwüsten des Nordens, z.B. in die Nationalreservate Samburu oder Shaba, denn es ist nicht so unerträglich heiss und der Staub wird durch die Feuchtigkeit gebunden. Ein weiterer Vorteil einer Safari während der Regenzeit ist, das die Preise während dieser Nebensaison deutlich unter denen der Hauptsaison liegen.

Wann sollte ich meine Reise buchen?
Hier hängt es davon ab, was Sie während Ihres Urlaubs planen. Wenn Sie ausschliesslich einen Strandurlaub in Kenia machen wollen, können Sie entweder relativ früh buchen und so in den Genuss der von vielen Veranstaltern angebotenen Frühbucher-Rabatte kommen. In den letzten Monaten gab es allerdings auch sehr viele attraktive Last-minute-Angebote, der erst zwei bis sechs Wochen vor Abreise gebucht werden können. Anders sieht es aus, wenn Sie eine spezielle Safari planen. Last-minute-Angebote für Safaris gibt es nicht. Diese sollten Sie generell so früh wie möglich buchen, denn gerade in der Hauptsaison sind viele der attraktiven Lodges und Safaricamps Monate im voraus ausgebucht. Ein weiterer Punkt, der für eine frühe Buchung spricht, ist die Verfügbarkeit von Flügen. In der Hauptsaison und insbesondere zu Weihnachten sind die internationalen Flüge nach Kenia relativ früh ausgebucht, so daß Sie bei zu später Buchung unter Umständen auf alternative Termine ausweichen müssen.

Warum sind die Nationalparkgebühren so hoch?
Halten Sie sich bitte vor Augen, daß Kenia nach wie vor zu den Entwicklungsländern gehört, auch wenn einen die Idylle der Hotelanlagen dies manchmal vergessen läßt. Der Regierung in Kenia hat viele Probleme zu lösen, wie z.B. die Finanzierung der freien Schulausbildung, die Wasserversorgung in entlegenen Gebieten oder den Ausbau der medizinischen Infrastruktur. Auch wenn man die Chancen, die sich aus dem Tourismus in die Tierreservate ergeben, erkannt hat, kann die Staat nur einen Teil der Kosten übernehmen. Die über 60 Schutzgebiete in Kenia nehmen eine Fläche von fast 50.000 Quadratkilometern in Anspruch, dies sind knapp 10 % der Gesamtfläche Kenias (oder mehr als die Gesamtfläche der Schweiz). Die Nationalparkgebühren der berühmten Parks wie z.B. Tsavo oder Amboseli werden genutzt, um andere, weniger bekannte und kaum besuchte Nationalparks, wie z.B. Saiwa Swamp, Kerio Valley oder Sibiloi zu finanzieren. Der Schutz vor Wilderern ist dabei eine der größsten Kostenpositionen, die mit den Einnahmen aus Nationalparkgebühren finanziert werden. In einigen Gebieten werden z.B. zwei Parkranger abgestellt, die ein einzelnes Nashorn rund um die Uhr bewachen. Leider hat die Lockerung des Elfenbeinhandels für Südafrika die Situation in den Nationalparks nicht erleichtert.


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